Keine Angst vor Schräglage

Nach der Einlenkphase folgt das Rollen ohne Gas und – wichtig – im richtigen Gang. Kurz nach dem Scheitelpunkt der Kurve muss das Rollen in Beschleunigen übergehen. Die Faustregel hierbei: Je geringer die Schräglage, desto mehr ist an Beschleunigung drin und umgekehrt. Befinden wir uns auf der korrekten Fahrlinie, dürfte der zügigen und sicheren Kurvenfahrt nichts mehr im Wege stehen. Oder doch? Zum Beispiel dann, wenn wir in verzwickten S-Kurven das Motorrad sehr rasch von einer Schräglage in die andere bewegen müssen. Solche Manöver gelingen nur über kräftige und gezielte Lenkimpulse. Um zum Beispiel eine Honda CBF 600 zackig durch ein rund 100 km/h schnelles Landstraßengeschlängel zu bugsieren, muss der Fahrende beim Schräglagenwechsel mit bis zu 300 Newton, also einer Gewichtskraft von rund 30 Kilogramm am Lenker schieben. Dass sich die Linienwahl bei flotter Kurvenfahrt im Laufe der Jahre verändert hat, ist vor allem eine Folge der rasanten Weiterentwicklung der Motorradtechnik.

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